Reiseimpressionen Island 2016

Abfahrt am 14.8. von Baden bei Wien über Deutschland nach Hirtshals in Dänemark, unserem Einschiffungshafen nach Island.
Dienstag, 16.8.2016 bis Donnerstag, 18.8.2016 auf der Fähre nach Island mit Zwischenstopp in Torhavn auf den Faroeer Inseln.

Donnerstag, 18.8.2016
9:00 Ankunft mit der Fähre in Seydisfjordur bei strahlenden Sonnenschein und Weiterfahrt nach Egilsstadir zum Tanken, Einkaufen und Geld abheben/wechseln. Danach Weiterfahrt zum Infocenter des Nationalparks Vatnajöküll, dem zweitgrößten europäischen Gletscher. Fahrt durch das Hochland mit Moorlanschaften und Schotterfeldern zu unserem Nachtquartier in Lengarfell. Die erste Herausforderung bietet eine morastige Flußdurchfahrt, die auch gleich den ersten Winscheinsatz erforderlich macht. Unser Nachtquartier hat einen geheizten Aufenthaltsraum mit lekkeren Torten und 2 sehr schönen Hot Tubes. Bei der Abzweigung zu unserem Nachtquartier sehen wir eine große Rentierherde mit in etwa 80 – 100 Rentiere in der Abendsonne.
Highlights:
Einfahrt durch den Fjord nach Seydisfjordur bei strahlendem Sonnenschein, glitzerndem Meer, kleinen Flüssen und Wasserfällen und Bergen mit Altschneefeldern. Mooslandschaften im Sonnenschein und beeindruckend große Rentierherde.

Freitag, 19.8.2016
9:30 Aufbruch von Laugarfell und Weiterfahrt im Vatnajöküll Nationalpark durch Vulkanlandschaften mit riesigen Gletschern, die vom Vulkanstaub grau gefärbt sind und in der Sonne glitzern.
Wir halten bei dem Gletscher Vatnajeküll an und spazieren auf der Gletscherzunge mit vielen kleinen und größeren Gletscherspalten entlang – beeindruckende Weite und Farbe dieses riesigen Gletschergebietes rund um Eyjabakkajöküll, Snaefellsjöküll und Vatnajeküll.
Wir fahren im Nationalpark weiter zu einem kleinen Wasserfall bei einer aufgelassenen Bauerngehöft, der heißes Wasser führt und am Fuße dessen sich ein Badetümpel befindet. Der Großteil der Männer nutzen den willkommenen Badestopp unter der genauen Beobachtung der im Umkreis grasenden Schafe. Das heiße Wasser des Wasserfalls vermischt sich mit dem glasklaren und eiskalten Wasser eines vorbeirauschenden Bächleins.
Unser Tag endet in Senatausel, einem torfgedeckten Bauerngehöft an einem idyllisch gelegenen See, der in der Abendsonne glitzert. Wir werden mit heißer Schokolade, Kaffee und warmen Pancakes mit Rhabarbermarmelade und Schlagobers empfangen und lassen den Abend in der nur durch Teelichtern erhellten und durch einen kleinen Holzofen erwärmten urigen Gaststube des Bauernhofes ausklingen. Man kann hier auch selbstgestrickte Pullover, Mützen und Handschuhe kaufen, wobei wir am meisten Gefallen an einem selbstgestrickter Bierdosenwärmer gefunden haben.
Highlights:
Spektakuläre Vulkanlandschaften und Gletscher im Sonnenlicht, Farbenspiel der unterschiedlichen Moose, Abendstimmung am See, Gemütlichkeit der Gaststube im torfgedeckten Bauernhaus in Senatausel.

Samstag, 20.8.2016
Aufbruch von Senatusel (Gebiet Mödrudalm) im Frühnebelgrau – ganz anderer Stimmung am See als am sonnigen Vorabend – nach Fjallakaffi, einem Dorf mit Grasrodendächern und putziger altmodischer Tankstelle, deren „Oldtimer“-Tanksäulen in einer kleinen Scheune untergebracht sind. Es scheint schon wieder die Sonne und wir genießen auf der Terrasse der kleinen Gaststääte Kaffee und Kuchen.
Mittagspause bei einem kleinen, abgelegenen Wasserfall. Danach Weiterfahrt zu den Wasserfällen Selfoss und dem gigantischen Dettifoss, über dessen Gischt sich Regenbögen im Sonnenlicht spannen. Hier sind das erste Mal eine Menge an Leuten anzutreffen.
Über heiße, dampfende Schwefelquellen mit Dampffontänen und sprudelnden Kratern mit bis zu 200° bei Krafla und Hverir geht es weiter zum Ort Reykjahlid zu unserem Nachtquartier am Myvatn (Mückensee). Wir lassen den Abend am See in der warmen Abendsonne ausklingen und genießen den herrlichen Sonnenuntergang am See und die warmen Duschen im Camp.
Einige von uns nutzen die Gelegenheit, über Felsspalten zu unterirdischen Quellen abzusteigen und dort im warmen Wasser am Grund der Felsspalten zu baden.
Highlights:
Altmodische Tanksäulen an der Tankstelle und neugierige Ziege in Fjallakaffi, tosender, gigantischer Dettifoss mit Regenbögen und Sonnenlicht, traumhafte Abendstimmung am mückenfreien Myvatn und Schlafen direkt am See.

Sonntag, 21.8.2016
Grjotagja, einer riesigen Felsspalte mit einer Höhle, die mit heißem Quellwasser (ca. 40 Grad) gefüllt ist und in die durch Ritzen Sonnenlicht einfällt.
Wir gehen entlang der Felspalte, wobei die eine Seite zur eurasischen Platte, die andere Seite schon zur amerikanischen gehört. Beeindruckend, wenn man mit einem Bein in Amerika und mit dem anderen in Europa stehen kann.
Danach Weiterfahrt zum Hotel Laxa um den Rest der Gruppe, die im Hotel geschlafen haben, abzuholen.
Wir biegen ins Gebiet rund um Askja ein und fahren durch riesige Lavafelder, die teilweise steinig und teilweise wie schwarzer Sand sind. Überall endloses grauschwarz, durchzogen von kleinen Bächlein und Flüssen mit Schmelzwasser, das von den umliegenden Gletschern kommt.
Wir schlagen unser Nachtquartier Mitten im Askjagebiet auf 800 m Höhe in Dyngjüföll auf. Hier treffen sich alle, die im zum Askja, einem gewaltigen Vulkankegel unterwegs sind, in dessen Krater sich ein saphirblauer See befindet – so gibt es eine Vielfalt an 4×4-Fahrzeugen, Zelten, Motorradfahrern, Wanderer und auch ein rollendes Hotel, die hier ihr Lager aufschlagen.
Highlights:
Mittagspause mitten im Lavageröll, Licht- und Farbenspiel von dem schwarzgrauen Lava mit dem eisblau der Flüsse und dem neongrünem Moos bei traumhaften Sonnenschein, Fahrt durch den Lavasand (wie Tiefschneefahren ), Polarlichter in der sternenklaren und kalten Nacht in unserem Nachtquartier.